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Die eigentliche Geschichte des Philatelistenverbandes Norddeutschland und seine Arbeit für die Philatelie begann bereits 1945, wenn auch die Eintragung ins Vereinsregister mit der Bezeichnung Landesverband Hamburg/Schleswig-Holstein e. V erst vier Jahre später erfolgte. Vor dem Zusammenbruch hatte es in Hamburg den Reichsbund, der unter der Führung von Richard Renner stand, und zahlreiche KdF-Sammlergruppen gegeben. Richard Renner war es wiederum, der nach dem Zusammenbruch am 16. Oktober 1945 die Vereine und Sammlergruppen in Hamburg in einer neuen Organisation zusammenfaßte, die sich zunächst auf das Gebiet der britischen Besatzungszone, später auf das gesamte "Reichsgebiet" erstrecken sollte. Mit der folgenden politischen Entwicklung, die zur Gründung und Abkoppelung der damaligen DDR führte, hatte Richard Renner nicht gerechnet. Die von ihm vorgesehene Bezeichnung "Bund Deutscher Philatelisten" für die Gesamtorganisation ist aber Wirklichkeit geworden. Den engeren Bereich Hamburg und Schleswig-Holstein bezeichnete er als Landesverband. Trotz des damals gravierenden Mangels an Druckpapier konnte der Landesverband schon bald ein Mitteilungsblatt mit dem Titel " Philatelistische Nachrichten " und zunächst nur vier Seiten Umfang herausgeben. Dieses kleine Informationsblatt war der Vorläufer der ab 1949 für die Mitglieder im Bund Deutscher Philatelisten (Britische Zone) e. V. herausgegebenen " Bundes-Nachrichten ", die unter dem gleichen Titel, aber mit ständig wachsendem Umfang bis 1974 erschienen. In der Arbeit während der schweren Nachkriegsjahre wurde Richard Renner tatkräftig unterstützt von Willy Heß, dem Geschäftsführer des Landesverbandes. Diese beiden Männer haben ganz wesentlich das Gesicht der Philatelie und ihrer Organisation geprägt. Beide hatten es verstanden, so namhafte Philatelisten wie Casar Asmus, Ernst Becker, Karl-Detlef Blunck, August Dahlgrün, Ruprecht Glasewald, Arthur Gramsch, Fritz Hundt, Max Gentzsch (alle Hamburg), Franz Kasten (Stade), Paul Koch, Erich Rosendahl, Dr. Henry Schönewald, Jens Schümann (alle Hamburg), Dr. Rudolf Seichter (Soltau), Max Simmonds, Dr. Georg Uex (beide Hamburg), Paul Wittmaack (Itzehoe) und viele andere für eine aktive Mitarbeit im Landesverband und teilweise darüber hinaus für den Bund Deutscher Philatelisten zu begeistern. Diese Begeisterung wirkte ansteckend, und es traten Nachwuchsphilatelisten auf den Plan, die diese Arbeit mit Elan, mit teils neuen Ideen, aber umsichtig und erfolgreich unterstützten und fortsetzten. Zu ihnen zählen Heinz-Werner Brandt (Lübeck), Dieter Brocks (Hamburg), Ernst Cramm Lüneburg), Robert Drasdo (Rendsburg), Hermann Eilers (Lübeck), A@ed Fabke (Hamburg), Wilhelm Harder (Lübeck), Hans Hinrichsen, Paul Kipp (beide Kiel), Peter Klod, Gustav Klumpp (beide Hamburg), Willy Koch (Lübeck), Kurt Picot, Otto Wendt (beide Hamburg), Paul Otto Wittko (Neumünster) und viele, viele mehr. Schon im Januar 1947 wurde ein Rundsendedienst für die im Landesverband zusammengeschlossenen Vereine ins Leben gerufen, dem bereits vier Monate später ein Neuheitendienst folgte. Beide Einrichtungen erfreuten sich großen Zuspruchs bis in die 60er Jahre, als die Wünsche differenzierter wurden und viele Vereine deshalb auf Eigeninitiative setzten. Ende des Jahres 1948 richtete der Landesverband eine Abteilung " Jugend sammeln " ein, deren Leitung Dieter Brocks übernahm. Diese Abteilung kann als Keimzelle der späteren Deutschen Philatelisten-Jugend angesehen werden. Als am 30. September 1949 auf dem 3. Bundestag in München der Zusammenschluß des Bund Deutscher Philatelisten (Britische Zone) e. V. mit den Verbänden der US-Zone einen erneuten Fortschritt in der Vision Richard Renners von einer gesamtdeutschen Organisation markierte, überließ Richard Renner den Vorsitz unter Hintanstellung seiner Person dem Vorsitzenden des Landesverbandes Hessen, Hermann Deninger, und übernahm das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden im jetzt größeren" Bund Deutscher Philatelisten e.V. zu dessen Geschäftsführer wiederum Willy Heß gewählt wurde. |